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Allgemeine Hinweise zur Prüfung des ZMS


Im Rahmen eines Kupplungswechsels ist das ZMS unbedingt zu überprüfen. Ein verschlissenes schadhaftes ZMS kann zur Zerstörung der neuen Kupplung führen!

Bei Kundenbeanstandungen erleichtern gezielte Fragen die Fehlersuche, z. B.:
• Was funktioniert nicht, was wird beanstandet?
• Seit wann ist das Problem vorhanden?
• Wann tritt das Problem auf?
• Sporadisch, häufig, immer?
• In welchem Fahrzustand tritt das Problem auf?
         • Zum Beispiel beim Anfahren, Beschleunigen, Hochschalten oder Zurückschalten,
           bei einem kalten oder betriebswarmen Fahrzeug?
• Hat das Fahrzeug Startschwierigkeiten?
• Wie hoch ist die Laufleistung des Fahrzeugs gesamt und pro Jahr?
• Gibt es außergewöhnliche Belastungen für das Fahrzeug?
          • Zum Beispiel Anhängerbetrieb, hohe Zuladung, Taxi, Flottenfahrzeug, Fahrschule, Chiptuning?
• Wie sieht das Fahrprofil aus?
          • Im Ort, auf der Kurzstrecke, auf Überlandstrecken, auf der Autobahn?
• Wurden bereits Reparaturen an der Kupplung oder am Getriebe durchgeführt?
         • Wenn ja, bei welchem Kilometerstand, damaliger Beanstandungsgrund?

Allgemeine Prüfungen am Fahrzeug 
Bevor mit der Reparatur am Fahrzeug begonnen wird, sollten folgende Punkte geprüft werden:
• Fehlerspeichereinträge Steuergerät (Motor, Getriebe)
• Batterieleistung
• Zustand und Funktion des Anlassers
• Wurde das Fahrzeug getunt (Stichwort Chiptuning)?

Richtiger Umgang mit dem ZMS 
Im Folgenden gibt es einige Hinweise zum allgemeinen Umgang mit einem ZMS:
• Heruntergefallene ZMS dürfen nicht mehr montiert werden!
           • Es kann zur Beschädigung des Kugel- oder Gleitlagers, einem verbogenen Geberring oder erhöhter
             Unwucht kommen.
• Das Abdrehen der Reibfläche am ZMS ist nicht zulässig!
           • Durch die Schwächung der Reibfläche kann die geforderte Berstdrehzahl nicht mehr sichergestellt
           werden.
• Bei ZMS mit Gleitlagern darf die Sekundärschwungscheibe in axialer Richtung nicht mit großer Kraft bewegt werden!
          • Die Membrane im Inneren des ZMS kann dadurch beschädigt werden.

• Nicht zulässig ist das Waschen in einer Teilewaschmaschine oder das Reinigen mit einem Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler, Pressluft oder Reinigungssprays.

Montage
Bei der Montage des ZMS sind folgende Punkte zu beachten:
• Die Vorschriften des Fahrzeugherstellers
• Wellendichtringe (motor- und getriebeseitig) auf Undichtigkeiten prüfen und ggf. ersetzen
• Anlasserzahnkranz auf Beschädigung und festen Sitz prüfen
• Immer neue Befestigungsschrauben verwenden
• Je nach Fahrzeughersteller ist der korrekte Abstand zwischen Drehzahlsensoren und Geberstiften/Geberring am ZMS zu beachten.
• Korrekter Sitz der Passstifte für die Kupplung
         • Die Passstifte dürfen nicht in das ZMS eingedrückt oder herausgewandert sein.
         • Eingedrückte Passstifte schleifen an der Primärschwungscheibe (Geräusche).
• Die Reibfläche des ZMS mit einem mit fettlösendem Reinigungsmittel angefeuchteten Lappen reinigen
         • Es darf kein Reinigungsmittel in das ZMS gelangen!
• Richtige Schraubenlänge für die Kupplung
        • Zu lange Schrauben schleifen an der Primärschwungscheibe (Geräusche) oder blockieren diese ggf.
        • Zu lange Schrauben beschädigen das Kugellager oder ziehen es von seinem Sitz ab.


Besonderheiten
Bauartbedingt sind folgende technische Gegebenheiten zulässig und haben keinen Einfluss auf die Funktion:
• Leichte Fettspuren auf der ZMS-Rückseite (motorseitig), von den Bohrungen nach außen gehend
• Die Sekundärschwungscheibe ist einige Zentimeter gegen die Primärschwungscheibe verdrehbar und stellt
sich nicht selbst zurück.
         • Bei einem ZMS mit Reibsteuerscheibe ist ein harter Anschlag spür- und hörbar.
• Je nach Ausführung sind bis zu 2 mm Axialspiel zwischen
Primär- und Sekundärschwungscheibe möglich.
         • Bei einigen Bauarten mit Gleitlagern sogar bis zu 6 mm Axialspiel
• Jedes ZMS verfügt über ein Kippspiel der Sekundärschwungscheibe.
         • Bei Kugellagern beträgt dieses bis zu 1,6 mm, bei Gleitlagern bis zu 2,9 mm.
         • Primär- und Sekundärschwungscheibe dürfen nicht aufeinanderschlagen!

Mehrteilige Reparaturlösungen
In der Erstausrüstung der Fahrzeughersteller werden vermehrt Zweimassenschwungräder eingesetzt – Tendenz weiter steigend. Grund hierfür sind die technischen Vorteile eines ZMS sowie die Notwendigkeit, den Geräuschkomfort weiter zu erhöhen und die Emission moderner Motoren zu reduzieren. Das ZMS ist auf das Fahrzeug und den Motor abgestimmt. Alternativ zum ZMS werden im Markt mehrteilige Reparaturlösungen angeboten.

Diese Kits bestehen vorwiegend aus:
• einem konventionellen, starren Schwungrad,
• einer Kupplungsdruckplatte,
• einer Kupplungsscheibe und
• einem Ausrücklager.



Achtung:
Diese alternativen Reparaturlösungen entsprechen nicht den Spezifikationen der Fahrzeughersteller! Die Kupplungsscheibe kann in diesem Anwendungsfall die vom Motor erzeugten Drehschwingungen aufgrund ihres geringeren Verdrehwinkels gegenüber einem ZMS nicht vollständig aufnehmen. Als Folge können Geräusche bis hin zu schwingungsbedingten Beschädigungen im Antriebsstrang entstehen.

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